Beitrag der IT zur Energieeinsparung. Teil 6: Fazit

Zur Einsparung von Energie durch IT-Infrastrukturen kann eine ganze Reihe vielfältiger Methoden eingesetzt werden, die vor allem durch ihre Kombination sehr gute Resultate erzielen können.

Mit 40 % sind die Auswirkungen einer Erhöhung der Zieltemperatur in Serverräumen gewaltig.[1] Eine Anhebung auf 26° C senkt nicht nur die Kosten sondern auch den Energieverbrauch enorm und bringt keinerlei Abstriche hinsichtlich Stabilität mit sich.

Als effektivster Schritt darf aber die Umstellung eines Unternehmensnetzwerks mit PCs auf eine Terminalserver-Struktur mit Thin Clients festgehalten werden. Mit bis zu 50 % Energieeinsparung[2] hat diese Lösung besonders viel Potenzial, weil jede laufende physikalische Maschine bereits für sich einen gewissen Anteil am Stromverbrauch hat und eine zentralisierte Lösung mit moderner Auffassung von einem Mainframe diese Verbrauchsposten drastisch eliminiert.

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Abbildung 12: Faktoren der Energieeinsparung. Die Nähe zum Zentrum spiegelt die Wirksamkeit wieder. (Nah = hohe Wirksamkeit.) Eigene Arbeit.

Einen Schritt weiter geht das, was hier als „Musterlösung“ präsentiert werden soll, nämlich die Virtualisierung möglichst vieler Systeme, insbesondere Serversysteme festgehalten. Die minimiert die Anzahl verbrauchstreibender Bestandteile in einer IT-Infrastruktur: nämlich die Hardware. Sind die Strukturen für eine Virtualisierung erst einmal geschaffen, so fällt auch die Nutzung verfügbarer Ressourcen in dem durch die VM-Hosts bereitgestellten Ressourcenpool leichter. Ein Aufbau einer solchen Infrastruktur für die Nutzung mit Thin Clients verbindet die besten Lösungen aus zwei Welten – und erspart Administratoren viel Arbeit für Wartung und ist im Betrieb bereits mit der Anschaffung günstiger als vergleichbare klassische Netzwerkkonstellationen.

Moderne IT tut bereits seit einigen Jahren Vieles dafür, verbrauchsärmer und damit umweltschonender zu werden. So haben sich energiesparende Bauformen längst durchgesetzt und Standards hinsichtlich der Energieeffizienz, darunter die US-amerikanische Energy Star, die seit 2007 auch die Effizient von Computernetzteilen vorgibt, etabliert.

Zahlreiche Verfahren wurden mit dem Blick auf die Energieeinsparung verbessert, besonders hervorzuheben seien hier noch einmal das Terminalserver-Prinzip mit Thin Clients und die Virtualisierung. Ersteres Verfahren hatte seinen Ursprung in der Idee der Energieeinsparung; das zweite betrachtet die Energieeinsparung als wichtigen Motor für die Weiterentwicklung und berücksichtigt die sich aus den ökologischen Aspekten ergebenen Anforderungen.

Zum einführenden Beitrag: Der Beitrag der IT zur Energieeinsparung.


Einzelnachweise. Das vollständige Quellenverzeichnis kann hier heruntergeladen werden.

[1] Vgl. „Einsparung von Energie für Entwärmung“

[2] Vgl. „Umstieg von PCs auf Thin Clients“

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